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Wir hatten alles lediglich und mehr auch nicht.
 

Musik: Incubus – Love hurts

 
 

Ich hab Ferien und in den Ferien hab ich immer zuviel Zeit zum Nachdenken. Ich denke über Vieles nach. Über mein Leben, die Liebe im allgemeinen und im speziellen, meine Ziele, Hoffnungen und Träume, was ich bin und was ich nicht bin und zu guter Letzt über die „Was wäre wenn...“ Frage in allen Variationen. Nebenbei gucke ich schnulzige Hollywoodliebesfilme oder depressive Indiependentdramen. Danach heule ich Rotz und Wasser und frage mich, was ich auf dieser Welt eigentlich verloren hab. Ich versinke dann in Selbstmitleid und höre traurige Lieder über Welt-  und/oder Liebesschmerz. Manchmal frage ich mich, ob das nur ein depressives Tief ist oder ob ich wirklich Depressionen hab. Denn es steht fest: normal ist das nicht. Tagsüber geht’s eigentlich, da hab ich andere Dinge mit denen ich mich beschäftigen kann. Schlimm wird’s erst, wenn’s dunkel wird. Jetzt ists ungefähr 23.30 h, noch nicht meine sentimentale Uhrzeit, aber es fängt langsam an. Schlimm wird’s nach Mitternacht, wenn nichts mehr im Fernseh kommt und ich mal wieder nicht schlafen kann, weil ich bis mittags geschlafen hab. Deshalb lieg ich die ganzen Ferien nachts wach und denke über alles mögliche und unmögliche nach. Ich denke darüber nach ob ich eigentlich Freunde habe. Ich hab einige Leute mit denen ich viel zusammen bin. Einige davon gehen mir mächtig auf den Keks, aber die sind auch nur Anhängsel von den Leute mit denen ich gerne zusammensind, die interessieren mich nicht weiter. Was viel schlimmer sind, sind die Leute von denen ich jahrelang dachte es wäre meine Freund und die jetzt hinter meinem Rücken schlecht über mich reden und gegen mich hetzen. Ich nerve sie und überhaupt und sowieso, passe ich jetzt gar nicht mehr zu ihren tolleren, besseren neuen Freunden. Ich ist schon deprimierend wenn man zurückdenkt und feststellt, dass von über zehn Jahren Freundschaft ohne einen einzigen Streit irgendwie nichts mehr wert sind. Wenn man plötzlich merkt, dass davon nicht mehr geblieben ist. All die Vertrautheit ist weg, ich das zusammensein der letzte Jahre irgendwie nicht mehr existent. Man kann nicht mehr einfach rübergehen, man redet ziemlich distanziert miteinander und die Unbeschwertheit von früher ist einfach weg. Noch schlimmer ist es zu wissen, dass ein Mensch mit dem jahrelang befreundet was und von dem man dachte, man kann sich immer auf ihn verlassen plötzlich schlecht über einen redet, miese Gerüchte in die Welt setzt und andere Menschen gegen einen aufhetzt. Ich hab immer noch Menschen mit denen ich mich gut verstehe und die mir auch wichtig sind, aber irgendwie ist das nicht so die Vertrautheit die entsteht, wenn man sich von klein auf kennt und zusammen aufgewachsen ist. Außerdem ist das immer die ständige Angst, es könnte genauso enden wie mit den anderen, die mich davor bewahrt allzu viel Vertrauen in einen Menschen zu haben. Ich hab es immer wieder versucht, ich habe immer wieder Menschen vertraut und immer wieder ists voll daneben gegangen. Ich scheine einfach eine abschreckende Wirkung auf Menschen zu haben. Vielleicht von ich für zwischenmenschliche Beziehungen einfach nicht geschaffen. Ich denke nicht, dass ich jemals richtig gute Freunde haben werde, dazu bin ich einfach zu verletzt und vorsichtig. Trotz allem lebe ich immer noch mit der romantischen und naiven  Vorstellung von der großen und ewigen Liebe. Ich hoffe doch tatsächlich drauf, dass ich irgendwann mal den Mann treffe mit dem ich ewig zusammensein will und mit dem ich Haus und Kinder und Hund und wasweißich haben werden. Ich möchte ihm begegnen und wissen: „ Das ist er! Der oder keiner.“ Ich möchte eine tolle Hochzeit und ich möchte mit 70 mit ihm im Schaukelstuhl auf der Veranda sitzen und immer noch wissen: „ Dass ist der Mann, den ich liebe.“  Ich glaube fest daran, dass es die große Liebe gibt und umso mehr Angst hab ich davor, sie nicht zu finden und ewig enttäuscht zu werden. Ich wünsche mir einen Menschen, mit dem ich alles teilen kann, dem ich meine Sorgen und Freunden, meine Hoffnungen und Ängste, meine Ziele und Träume anvertrauen kann und der immer für mich da ist, wenn ich ihn brauche. Ich möchte über seinen Macken hinwegsehen können und ihn so sehr liebe können, dass ich ihn für perfekt halte. Es gibt eine Person die ich liebe. Ich weiß, dass er mich auch liebt. Wir waren sogar zusammen, doch es hat nicht funktioniert. Es ist komisch, es ist sogar sehr komisch. Ich dachte immer, es ist daran gescheitert, dass ich damals einfach zu jung für so was war. Ich hab ewig gebraucht um über die Trennung hinweg zu kommen und ich trauere jetzt immer noch dieser Zeit hinterher. Doch als sich die Gelegenheit bot, wieder mit ihm zusammenzukommen hab ich „Nein“ gesagt. Es ist komisch, denn trotz der Tatsache, dass ich ihn liebe und mir unsere gemeinsame zeit zurückwüsche, kann ich nicht mit ihm zusammensein. Irgendetwas in mir sträubt sich dagegen.

Musik: The Police – Message in a bottle

 Ich weiß nicht was es ist und warum es so ist. Der trotz der Tatsache, dass ich ihn in gewisser Weise wirkliche liebe, ist er nicht der Mann mit dem ich mein Leben verbringen will. Nicht dass ich damit schon genug Probleme auf Gefühlsmäßiger Ebene hab, hab ich auch noch eine Art Affäre (-> Maybe, Baby) die mir zusätzlich Kopfzerbrechen bereitet. Ich bin nicht verliebt in diesen Typen, ich bin mir auch sicher, dass ich mit ihm niemals eine Beziehung führen könnte. Ich weiß auch, dass er in dieser Form nichts von mir will. Aber ich weiß auch, dass ich bei ihm Nähe bekomme. Nähe die mir sehr fehlt. Ich will dass mit jemand in den Arm nimmt, dass mich jemand lieb hat. Und das tut er hin und wieder. Theoretisch geht’s es zwar bei dieser ganzen Sache nur darum, dass wir früher oder später miteinander schlafen werden, aber praktisch will ich das gar nicht, denn damit wäre wahrscheinlich alles vorbei und das will ich nicht. Ich brauche ihn, denn er gibt mit zumindest in gewisser Hinsicht hin und wieder mal das Gefühl von Nähe. Wir kommen uns in unregelmäßigen Abständen ziemlich nahe und das ganze  ist rein sexueller Absicht. Wir sitzen zwar stundenlang im Icq, nachdem wir es mal wieder nicht hingekriegt haben, im Bett zu landen, haben uns aber irgendwie absolut nicht zu sagen. Auf der einen Seite hab ich ihn sehr gern, andererseits geht er mir einfach nur auf den Keks. Mit seinem depressiven Gequatsche. Vielleicht hat er wirklich Depressionen, das kann ich ja nicht wissen, aber ich glaub irgendwie nicht dran, weil er einfach zuviel drüber redet und es zu offensichtlich demonstriert. Ich weiß nicht ob ich seine  Nähe oder einfach nur allgemein Nähe brauche. Aber er beschäftigt mich seit jetzt 1 ¾  Jahren und ich wird einfach nicht schlau draus. Irgendwas unerklärliches geht da von Statten. Was? Keine Ahnung. Und ich weiß auch nicht was draus wird, aber solang ich nicht bereit bin, für einen Mann diese Affäre zu beenden, weiß ich, dass der richtige noch nicht gekommen ist. Aber weiß ich, ob der richtige jemals kommt? Vielleicht werde ich für immer allein sein, wobei wir schon bei meiner größten und einzigen Angst wäre. Nämlich dass nicht alles so läuft, wie ich es mir erträume. Was ist wenn mein Abi mies wird? Werde ich meine Studium schaffen? Werde ich jemals erfolgreich sein, so wie ich es immer geträumt hab? Werde ich es schaffen irgendwann mal nach Amerika zu gehen? Ich werde geplagt von Versagensängsten. Ich habe immer und dauernd  Angst, dass ich meine Ziele nicht schaffe und dass ich nichts auf die Reihen kriegen werde. Ich habe Angst zu versagen, Erwartungen nicht erfüllen zu können und ich kann es absolut nicht ertragen, schlechter als andere zu sein. Ich muss nicht unbedingt besser sein, aber ich möchte mit den besten mithalten können und nicht immer hinterherhinken.

Ich hab eigentlich ne schöne Kindheit gehabt, ich bin in einem glücklichen und intakten Elternhaus groß geworden und lebe da heute noch. Ich lebe in einem hübschen kleinen Dorf, musste mich nie mit Gewalt oder Armut, mit Hunger oder Krieg auseinandersetzen und hatte nie Probleme in der Schule. Ich bin ein typisches Wohlstandskind. Eigentlich hab ich gar kein Recht zu jammern, wenn man mal an die armen Kinder in Afrika und Afghanistan denkt, blablabla.... Tatsache ist aber, dass ich hier mitten in der Nacht rumhänge und Depressionen habe. Traurig aber wahr.

 
 
FUCK YOU



Bla Blub

ich bin gerade recht angetrunken. noch nicht wirklich betrunken, aber schon kurz davor. Zumindest gehts mir soweit ganz gut... und wie man so schön sagt: "Betrunkene und Kinder sagen immer die Wahrheit!" Und deshalb sag ich mal was mir grad so durch den Kopf geht...

Ich will ihn verdammt nochmal! Langsam wirds mir echt zu blöd, wir machen jetzt seit einem Jahr und acht monaten miteinander rum und es kommt nix bei raus, obwohl klar ist was wir wollen. Nämlich ficken. Und auch wenn wir im icq immer wieder drumherum labern, ist eigentlich klar um was es geht, und so langsam isses mal zeit.