Wo ist der Funke, der uns verbunden hat?

Musik: Marius Müller Westernhangen - Lass uns leben

Jeden morgen stehen wir am Bahnhof. Zu dritt. Er, Sie und Ich. Sie redet. Ununterbrochen. Von ihrem Freund, von ihren Arbeiten, von ihrem Wochenende, von ihrem Urlaub, von ihrem Leben halt. Er sagt manchmal was, meistens gibt er antwort auf eine Frage. Manchmal erzählt er auch was, manchmal auch nicht. Aber die meiste Zeit hört er ihr zu. Ich sage nichts, nie. Es würde auch nichts bringen. Mich fragt niemand, deshalb brauch ich nicht zu antworten. Erzähle ich was, hört mich keiner zu. Deshalb stehe ich schweigend daneben, lasse die tägliche Kurzzusammenfassung ihres Lebens an mir vorbeirauschen und zählen die Minuten, bis der Zug kommt. Es gibt Tage, da würde ich ihr am liebsten ein paar reinschlagen oder zumindest "Halt die Klappe!" brüllen. Es kotzt mich an, es kotzt mich wirklich ein. Es geht nur um Sie, Sie und nochmal Sie. Er darf an ihrem Leben teilhaben, aber auch nur begrenzt. Nur wenn er nützlich ist. Wie zur Zeit gerade. Er nimmt das hin, akzeptiert das. Wenn der Zug kommt, steigen sie ein und ich gehe. Gehe zu meinem Freunden, fahre mit der nächsten Bahn die 10 Minuten später fährt. Damit ich das Gequatsche nicht länger etragen muss. Manchmal frage ich mich, warum ich jeden morgen wieder zu ihnen gehe. Ich könnte auch gleich bei meinen Freunden bleiben. Aber dann fällt es mir wieder ein:

Nichts konnte uns aufhalten, niemand sich zwischen uns drängen. Wir waren die drei Looser, die die anderen ausgeschlossen hatten. Und wir haben gegen sie gekämpft. Und gewonnen. Wir haben die Nächte durchfeiert, die Nachbarn wachgehalten und uns gemeinsam stark gemacht. Wir sind aus dem Kino geflogen, weil wir zu laut gelacht haben. Wir lagen auf der Straßen zwischen Zeitungsfetzen, weil uns wieder irgendeine blöde Idee kam. Wir waren zusammen in der großen Stadt und auf dem kleinen Festival. Wir haben die Straßen, die Partys und sogar das Internet unsicher gemacht. Wir hatten Träume, Ziele, Wünsche. Wir fühlten uns wie Könige. Wir waren jung und hielten uns für unbesiegbar.

Was passiert ist, weiß ich nicht. Genauso schnell wie es gekommen war, ist es wieder verschwunden.

Es gibt nichts, das uns trennt,
habe ich immer gedacht.

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Bang, Bang. I shot him down...

Absolut nichts ist in Ordnung, absolut nichts ist ok. Verkneif dir jegliches Mitleid, spar dir jedes Klischee. Ja, es geht mir beschissen! Ja, es ist wegen dir! Doch davon willst du nichts wissen, sonst wärst du sicherlich hier. Bei mir.

Ich hasse dich.

Ich hasse dich.

Ich hasse dich.

Ich hasse dich.

Ich hasse dich.

Absolut nichts ist mehr heilig, Absolut nichts steht mehr fest. Ich hätte niemals erwartet, dass du mich einfach verlässt. Ich hasse meine Gefühle und meine Hilflosigkeit. aber ich bin mir ganz sicher, das geht vorbei mir der Zeit. Mit der Zeit.

Am morgen geht die Sonne auf und ich hasse dich.

 Die Welt nimmt weiter ihren Lauf und ich hasse dich.

Menschen gehen von A nach B und ich hasse dich.

Im Winter fällt ein bisschen Schnee....

Manchmal wünsch ich mir ich wäre tot, keine Gefühle, kein Problem. Klingt nach nem verlockenden Angebot. Aber ich werds überleben und mit Glück bleibt nur eine Narbe zurück.

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Ich glaube treffender kann man eigentlich garnicht beschreiben, was ich im Moment fühle. Ich habe zwar keinen Liebeskummer, von dem das Lied eigentlich handelt, doch auch mit hat ein Freund verlassen. Eigentlich haben mich sogar viele Freunde verlassen, wenn nicht sogar alle. Doch nicht sie sind es, die ich so hasse. Sie sind einfach nur dumm oder sie wissen  es nicht besser oder sie können einfach nichts dafür. Wen ich hasse, ist der Person die hinter dem Ganzem steckt. Sie war mal meine beste Freundin, zumindest tat sie mal so, als wäre sie meine beste Freundin. Jetzt, 3 Jahre später, ist mir klar, dass ich für die nur Mittel zum Zweck war, dass die mich benutzt und weggeworfen hat. Sie geht über Leichen und am liebsten wäre es ihr, wenn sie über meine Leiche gehen könnte. Sie hetzt ihren Freund gegen mich auf, macht mir immer wieder klar, dass ich nicht erwünscht bin und nimmt mir meine Freunde weg. Mein ganzes Leben hat sie zerstört, mir meinem Jugend genommen. Wäre sie nicht, würde ich jetzt in 3 Wochen mit meinem Freunde meinen 18. Geburtstag feiern, vorher noch auf die Lott fahren und danach am Wochenende Party machen. Stattdessen hab ich Montag ein Date mit nem Psychologen, weigere mich meinem Geburtstag zu feiern und gelte als Selbstmordgefährdet. Wegen ihr wäre ich nicht auf den 18. Geburtstag von meinem besten und ältesten Freund gegangen, wegen ihr bin ich nicht zum Videoabend bei der einzigen Person gegangen, die sich aus meinem " Freundeskreis" noch nicht von mir abgewandt hat. Ich will sie nich sehen, ich kann sie nicht sehen. Wenn ich sie sehe, dreh ich durch. Ich mache sie für alles in meinem Leben verantwortlich, was irgendwann mal schief gelaufen ist. Sie hat alles zerstört. Von mir kann sie mich nicht mögen, sie kann mich auch hassen. Aber sie soll mich einfach in Ruhe lassen und nicht immer alle Leute gehen mich aufhetzen, mich ausschließen und mir demostrieren will toll sie ist und wie scheiße ich. Der Typ, von dem ich bis vor ca. einem Monat noch dachte, er wäre einer meiner besten Freunde, hat seit zwei Wochen kein Wort mehr mit mir gesprochen. Jetzt hat er seit Montag sturmfrei und ich darf nicht kommen. Weil sie es nicht will. Das Mädel mit dem ich mich immer gut verstanden hab und von der ich immer dachte, dass sie sich nicht auf Zickenkriege und Intrigen einlässt, ignoriert mich seit Wochen. Ich hab niemanden mehr, nichts auf was ich mich freuen kann. Ich bin sogar froh wenn die Ferien vorbei sind. Ich hab niemanden, mit dem ich was unternehmen könnte, nichtmal jemanden zum Geburtstag feiern. Ich sitze Tag für Tag, Nacht für Nacht vorm Fernseher und werde immer depressiver, je länger ich drüber Nachdenke.

Danke, die miese kleine Schlampe, du hast mein Leben zerstört!

Niemals werde ich wieder jemanden vertrauen, zuoft bin ich enttäuscht worden. Ich werde niemals jemanden an mich ranlassen können, niemals jemanden meine Gefühle zeigen können. Niemals wird jemand wieder so nah an mich rankommen, dass er mich verletzten könnte. Ich habe noch genug damit zu tun, meine aktuelle Wunden zu heilen, niemals wieder möchte ich so einen Schmerz erleben. Niemals, Niemals.

!!!

musste ich vor wenigen Tage noch ´feststellen, dass aufgrund eines Liedes keinerlei Gefühl mehr für eine Persohn geweckt wird, obwohl ich wirklich viel mit diesem Lied verbinde, muss ich jetzt feststelle dass ein anderes Lied für eine andere Person immernoch ziemlich starke Gefühle weck.

Wir wäre mittlerweile 2 Jahre und 3 Monate zusammen. Doch ende Juni 05 begann alles zu zerbrechen. Und wenn ich jetzt dieses Lied höre und feststelle, dass dieser schreckliche Streit fast genau 2 Jahre her ist kommt alles wieder hoch. Er war mein 1. richtiger Freund und scheiße man, ich hab ihn geliebt. Ich liebe ihn heute noch und es tut immernoch weh. Immer wenn ich Fotos aus dieser Zeit sehe oder dieses eine verdammte Lied höre, kommt alles wieder hoch. Ich könnte heulen. Ich weiß nicht wie oft ich dachte ich sei darüber hinweg. Anfang des Jahres hatte ich die Chance wieder mit ihm zusammenzukommen, aber es ging nicht. Irgendwas in mir hat sich dagegen gewehrt, Ich konnte nicht. Es tut einfach noch weh, doch ich will diese Beziehung nicht wieder von vorne beginnen. Ich will, dass es wieder Frühjahr 2005 ist und ich wieder so glücklich sein kann, wie ich damals war. Doch es wird nie mehr so sein, seitdem ist zuviel passiert. Und so denke ich an diese Zeit zurück und behalte sie als wunderbare Zeit in errinerung und weiß, es wird nie mehr so sein wie es mal war. und das tut weh. sehr weh.

?!

Es ist komisch. Ich höre gerade Razorlight und errinere mich an mein Praktikum im Januar. In der Zeit hatte ich das Album neu und hab ich auf der Hin- und Rückfahr immer gehört. Dieses Praktikum war vermutlich die beste Zeit meines Lebens, was nicht zuletzt an einer bestimmten Person lag. Er war einfach toll und ich war sofort hin und weg von ihm. Im Laufe der Zeit haben wir uns immer öftern gesehen und war unglaublich verknallt in ihn. Kurze Zeit sah es dann so aus als könnte aus wirklich was werden und ich war auf Wolke 7. Und am Boden zerstört, als er plötzlich aus heiterem Himmel gesagt hat, dass er doch nicht will. Ich war am Boden zerstört und hätte nur noch heulen können, ich hatte wirklich richtigen Liebeskummer. An dem Abend dachte ich, meine komplette Welt bricht zusammen. Aber als ich am nächsten morgen aufwachte waren meine Gefühle einfach weg. Verschwunden. Sowohl der Liebeskummer als auch alle meine Gefühle zu ihm. Ich konnte ihm am nächsten Tag gegenübertreten ohne jegliches Gefühl zu verspüren. Und auch jetzt, ein halbes Jahr später störts mich immernoch nicht. Ihc bin sogar froh, dass es nicht geworden ist. Mich interessiert nichtmal was aus ihn geworden ist, nichts. Innerhalb von wenigen Stunden sind meine Gefühle zu ihm vollkommen verschwunden.

Komisch!?

Es ist 0.45 h und ich sollte eigentlich schon mindestens 2 Stunden schlafen, damit ich morgen nicht für Müdigkeit umfalle, aber diese verqueren Gedanken muss ich noch loswerden.

Wirke ich so viel älter als ich bin?? Ich finde ich sehen nicht sooo alt aus, vielleicht nicht unbedingt wie 17, aber älter als 19,20 auf keinen Fall. Aber warum sprechen mich dann regelmäßig Männer um die dreißig an, die dann total entsetzt gucken wenn sie erfahren wie alt ich bin. Ich hab sogar schon meinen Perso vorgezeigt um zu beweisen, dass ich "erst" 17 bin. Doch anstatt sich dann schnell wieder zu verkrümeln weil ich noch so jung bin, bleiben diese Männer an mir dran. Ich falle weder durch nuttiges Verhalten noch durch entsprechendes Aussehen auf, was die Tatsache ausschließt, dass diese Herren auf ein entsprechendes Abenteuer aus sind. Zumal sie sogar dann weiter an mir hängen, wenn ich ihnen unmissverständlich klargemacht hab, dass es bei mir nichts zu holen gibt. Mittlerweile kann ich schon einiges Männer jenséits der 25 zu meinem Freundeskreis zählen. Was allerdings dafür spricht, dass ich um einiges älter wirke als ich bin, ist auch die Tatsache, dass ich nie von Junges/Männern in meinem Alter angesprochen werde. Ich bin nicht hässlich oder so und kann mich eigentlich nicht über Mangelnde Aufmerksamkeit beschweren, aber die Initiative ging immer von mir aus. Ansgeproch werden ich immer nur von den älteren.

Bla Blub

ich bin gerade recht angetrunken. noch nicht wirklich betrunken, aber schon kurz davor. Zumindest gehts mir soweit ganz gut... und wie man so schön sagt: "Betrunkene und Kinder sagen immer die Wahrheit!" Und deshalb sag ich mal was mir grad so durch den Kopf geht...

Ich will ihn verdammt nochmal! Langsam wirds mir echt zu blöd, wir machen jetzt seit einem Jahr und acht monaten miteinander rum und es kommt nix bei raus, obwohl klar ist was wir wollen. Nämlich ficken. Und auch wenn wir im icq immer wieder drumherum labern, ist eigentlich klar um was es geht, und so langsam isses mal zeit.

Wir hatten alles lediglich und mehr auch nicht.
 

Musik: Incubus – Love hurts

 
 

Ich hab Ferien und in den Ferien hab ich immer zuviel Zeit zum Nachdenken. Ich denke über Vieles nach. Über mein Leben, die Liebe im allgemeinen und im speziellen, meine Ziele, Hoffnungen und Träume, was ich bin und was ich nicht bin und zu guter Letzt über die „Was wäre wenn...“ Frage in allen Variationen. Nebenbei gucke ich schnulzige Hollywoodliebesfilme oder depressive Indiependentdramen. Danach heule ich Rotz und Wasser und frage mich, was ich auf dieser Welt eigentlich verloren hab. Ich versinke dann in Selbstmitleid und höre traurige Lieder über Welt-  und/oder Liebesschmerz. Manchmal frage ich mich, ob das nur ein depressives Tief ist oder ob ich wirklich Depressionen hab. Denn es steht fest: normal ist das nicht. Tagsüber geht’s eigentlich, da hab ich andere Dinge mit denen ich mich beschäftigen kann. Schlimm wird’s erst, wenn’s dunkel wird. Jetzt ists ungefähr 23.30 h, noch nicht meine sentimentale Uhrzeit, aber es fängt langsam an. Schlimm wird’s nach Mitternacht, wenn nichts mehr im Fernseh kommt und ich mal wieder nicht schlafen kann, weil ich bis mittags geschlafen hab. Deshalb lieg ich die ganzen Ferien nachts wach und denke über alles mögliche und unmögliche nach. Ich denke darüber nach ob ich eigentlich Freunde habe. Ich hab einige Leute mit denen ich viel zusammen bin. Einige davon gehen mir mächtig auf den Keks, aber die sind auch nur Anhängsel von den Leute mit denen ich gerne zusammensind, die interessieren mich nicht weiter. Was viel schlimmer sind, sind die Leute von denen ich jahrelang dachte es wäre meine Freund und die jetzt hinter meinem Rücken schlecht über mich reden und gegen mich hetzen. Ich nerve sie und überhaupt und sowieso, passe ich jetzt gar nicht mehr zu ihren tolleren, besseren neuen Freunden. Ich ist schon deprimierend wenn man zurückdenkt und feststellt, dass von über zehn Jahren Freundschaft ohne einen einzigen Streit irgendwie nichts mehr wert sind. Wenn man plötzlich merkt, dass davon nicht mehr geblieben ist. All die Vertrautheit ist weg, ich das zusammensein der letzte Jahre irgendwie nicht mehr existent. Man kann nicht mehr einfach rübergehen, man redet ziemlich distanziert miteinander und die Unbeschwertheit von früher ist einfach weg. Noch schlimmer ist es zu wissen, dass ein Mensch mit dem jahrelang befreundet was und von dem man dachte, man kann sich immer auf ihn verlassen plötzlich schlecht über einen redet, miese Gerüchte in die Welt setzt und andere Menschen gegen einen aufhetzt. Ich hab immer noch Menschen mit denen ich mich gut verstehe und die mir auch wichtig sind, aber irgendwie ist das nicht so die Vertrautheit die entsteht, wenn man sich von klein auf kennt und zusammen aufgewachsen ist. Außerdem ist das immer die ständige Angst, es könnte genauso enden wie mit den anderen, die mich davor bewahrt allzu viel Vertrauen in einen Menschen zu haben. Ich hab es immer wieder versucht, ich habe immer wieder Menschen vertraut und immer wieder ists voll daneben gegangen. Ich scheine einfach eine abschreckende Wirkung auf Menschen zu haben. Vielleicht von ich für zwischenmenschliche Beziehungen einfach nicht geschaffen. Ich denke nicht, dass ich jemals richtig gute Freunde haben werde, dazu bin ich einfach zu verletzt und vorsichtig. Trotz allem lebe ich immer noch mit der romantischen und naiven  Vorstellung von der großen und ewigen Liebe. Ich hoffe doch tatsächlich drauf, dass ich irgendwann mal den Mann treffe mit dem ich ewig zusammensein will und mit dem ich Haus und Kinder und Hund und wasweißich haben werden. Ich möchte ihm begegnen und wissen: „ Das ist er! Der oder keiner.“ Ich möchte eine tolle Hochzeit und ich möchte mit 70 mit ihm im Schaukelstuhl auf der Veranda sitzen und immer noch wissen: „ Dass ist der Mann, den ich liebe.“  Ich glaube fest daran, dass es die große Liebe gibt und umso mehr Angst hab ich davor, sie nicht zu finden und ewig enttäuscht zu werden. Ich wünsche mir einen Menschen, mit dem ich alles teilen kann, dem ich meine Sorgen und Freunden, meine Hoffnungen und Ängste, meine Ziele und Träume anvertrauen kann und der immer für mich da ist, wenn ich ihn brauche. Ich möchte über seinen Macken hinwegsehen können und ihn so sehr liebe können, dass ich ihn für perfekt halte. Es gibt eine Person die ich liebe. Ich weiß, dass er mich auch liebt. Wir waren sogar zusammen, doch es hat nicht funktioniert. Es ist komisch, es ist sogar sehr komisch. Ich dachte immer, es ist daran gescheitert, dass ich damals einfach zu jung für so was war. Ich hab ewig gebraucht um über die Trennung hinweg zu kommen und ich trauere jetzt immer noch dieser Zeit hinterher. Doch als sich die Gelegenheit bot, wieder mit ihm zusammenzukommen hab ich „Nein“ gesagt. Es ist komisch, denn trotz der Tatsache, dass ich ihn liebe und mir unsere gemeinsame zeit zurückwüsche, kann ich nicht mit ihm zusammensein. Irgendetwas in mir sträubt sich dagegen.

Musik: The Police – Message in a bottle

 Ich weiß nicht was es ist und warum es so ist. Der trotz der Tatsache, dass ich ihn in gewisser Weise wirkliche liebe, ist er nicht der Mann mit dem ich mein Leben verbringen will. Nicht dass ich damit schon genug Probleme auf Gefühlsmäßiger Ebene hab, hab ich auch noch eine Art Affäre (-> Maybe, Baby) die mir zusätzlich Kopfzerbrechen bereitet. Ich bin nicht verliebt in diesen Typen, ich bin mir auch sicher, dass ich mit ihm niemals eine Beziehung führen könnte. Ich weiß auch, dass er in dieser Form nichts von mir will. Aber ich weiß auch, dass ich bei ihm Nähe bekomme. Nähe die mir sehr fehlt. Ich will dass mit jemand in den Arm nimmt, dass mich jemand lieb hat. Und das tut er hin und wieder. Theoretisch geht’s es zwar bei dieser ganzen Sache nur darum, dass wir früher oder später miteinander schlafen werden, aber praktisch will ich das gar nicht, denn damit wäre wahrscheinlich alles vorbei und das will ich nicht. Ich brauche ihn, denn er gibt mit zumindest in gewisser Hinsicht hin und wieder mal das Gefühl von Nähe. Wir kommen uns in unregelmäßigen Abständen ziemlich nahe und das ganze  ist rein sexueller Absicht. Wir sitzen zwar stundenlang im Icq, nachdem wir es mal wieder nicht hingekriegt haben, im Bett zu landen, haben uns aber irgendwie absolut nicht zu sagen. Auf der einen Seite hab ich ihn sehr gern, andererseits geht er mir einfach nur auf den Keks. Mit seinem depressiven Gequatsche. Vielleicht hat er wirklich Depressionen, das kann ich ja nicht wissen, aber ich glaub irgendwie nicht dran, weil er einfach zuviel drüber redet und es zu offensichtlich demonstriert. Ich weiß nicht ob ich seine  Nähe oder einfach nur allgemein Nähe brauche. Aber er beschäftigt mich seit jetzt 1 ¾  Jahren und ich wird einfach nicht schlau draus. Irgendwas unerklärliches geht da von Statten. Was? Keine Ahnung. Und ich weiß auch nicht was draus wird, aber solang ich nicht bereit bin, für einen Mann diese Affäre zu beenden, weiß ich, dass der richtige noch nicht gekommen ist. Aber weiß ich, ob der richtige jemals kommt? Vielleicht werde ich für immer allein sein, wobei wir schon bei meiner größten und einzigen Angst wäre. Nämlich dass nicht alles so läuft, wie ich es mir erträume. Was ist wenn mein Abi mies wird? Werde ich meine Studium schaffen? Werde ich jemals erfolgreich sein, so wie ich es immer geträumt hab? Werde ich es schaffen irgendwann mal nach Amerika zu gehen? Ich werde geplagt von Versagensängsten. Ich habe immer und dauernd  Angst, dass ich meine Ziele nicht schaffe und dass ich nichts auf die Reihen kriegen werde. Ich habe Angst zu versagen, Erwartungen nicht erfüllen zu können und ich kann es absolut nicht ertragen, schlechter als andere zu sein. Ich muss nicht unbedingt besser sein, aber ich möchte mit den besten mithalten können und nicht immer hinterherhinken.

Ich hab eigentlich ne schöne Kindheit gehabt, ich bin in einem glücklichen und intakten Elternhaus groß geworden und lebe da heute noch. Ich lebe in einem hübschen kleinen Dorf, musste mich nie mit Gewalt oder Armut, mit Hunger oder Krieg auseinandersetzen und hatte nie Probleme in der Schule. Ich bin ein typisches Wohlstandskind. Eigentlich hab ich gar kein Recht zu jammern, wenn man mal an die armen Kinder in Afrika und Afghanistan denkt, blablabla.... Tatsache ist aber, dass ich hier mitten in der Nacht rumhänge und Depressionen habe. Traurig aber wahr.

 
 
FUCK YOU